Historie

Nicht nur der heutige Besucher findet die Gegend um den Eggelburger See reizvoll, sondern schon vor gut elfhundert Jahren ließen sich unter anderem vielleicht auch deshalb am Westrande des Sees Adelige nieder.

Auf dem gewaltigen Burgberg von Hintereggelburg steht heute allerdings nur noch die Kirche allein umgeben von mächtigen Buchen. Aus dem künstlich abgeflachten Plateau ist die Größe der aus dem hohen Mittelalter stammenden, damals wohl mit einer Palisadenmauer und Gräben umgebenen Burg, einigermaßen zu erahnen.

Die erste schriftliche Erwähnung Eggelburgs ist in den Freisinger Traditionen verzeichnet und stammt aus dem Jahre 816. DAbei geht es um eine Schenkung von Besitz in "Ekkilinpure". Puchner vermutet die Namensgebung von der Burg einer Eckila oder eines Eckilo.

Im frühen 9. Jahrhundert tritt ein Graf Ratold, der bei Daglfing begütert war, als Herr von Eggelburg auf. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist in ihm ein Ahnherr der Ebersberger Grafen zu sehen.

Aus dem Ebersberger Cartular, einer Sammlung von Urkunden, ist ersichtlich, daß um 1040 ein "miles Adalpertus" (Kriegsmann Adalbert) einen Teil der Pfarrei, die zu seiner von seinen Vorfahren ererbten Kirche Sankt Michael in "Eckilinpure" gehörte, an Ebersberg abtrat. Die Grundmauern der heutigen Kirche auf dem Burgberg dürften jedenfalls noch in diese Zeit zurückreichen. Den alten, romanischen Kirchenbau hat im Jahre 1479 der Ebersberger Benediktinerabt Sebastian Häfele "gewelbt und bössert".

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